Mit einer Pressemitteilung weist der Informationsdienst Wissenschaft auf eine neue Studie der Eberhard Karls Universität Tübingen hin. Wissenschaftlich vorsichtig wird dort formuliert, “dass der Missbrauch von gewaltverherrlichenden Medien in Kinderjahren zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren führen kann….Die Bereitschaft zur Gewalt stieg über die Jahre mit zunehmenden Konsum von medialer Gewalt. Die größte Gefahr liegt nach der Studie in der Nutzung von Computerspielen.” Pädagogische Maßnahmen alleine würden nicht genügen, deshalb sei ein Verbot von extrem gewalthaltigen Video- und Computerspielen einzufordern.
Die Zusammenfassung der Veröffentlichung im “Journal of Media Psychology” finden Sie hier .
Pressetext.deutschland titelt nach einem Gespräch mit Prof. Huber, einem der Autoren der Studie, ganz anders: “Generelle Verteufelung von Killerspielen falsch”.
Ein Ergebnis der rund 2 jährigen Studie sei eindeutig gewesen: “Wer viele gewalttätige Computerspiele spielte, wurde auch im realen Leben aggressiver.” Daneben gehört aber auch eine weitere Aussage von Huber: “Wer in einem Elternhaus aufwächst, in dem Gewalt an der Tagesordnung ist, ist für Gewalt in Medien anfälliger.” Die einfache Formel “Computerspiele machen aggressiv” läßt sich also auch aus dieser Studie nicht ableiten.
Neben der schulischen Situation, der individuellen Persönlichkeit und dem Verhältnis zu Gleichaltrigen nehme vor allem die familiäre Situation eine Schlüssselrolle bei der Entwicklung der Jugendlichen ein.
Wichtig die abschließende Forderung von Huber, dass die Eltern wissen sollten, was auf dem Fernseher ihrer Kinder läuft und was sie stundenlang spielen.



