Monthly Archive for August, 2008

Neue Studie: Gewalt in Medien und jugendliche Gewaltbereitschaft

Mit einer Pressemitteilung weist der Informationsdienst Wissenschaft auf eine neue Studie der Eberhard Karls Universität Tübingen hin. Wissenschaftlich vorsichtig wird dort formuliert, “dass der Missbrauch von gewaltverherrlichenden Medien in Kinderjahren zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren führen kann….Die Bereitschaft zur Gewalt stieg über die Jahre mit zunehmenden Konsum von medialer Gewalt. Die größte Gefahr liegt nach der Studie in der Nutzung von Computerspielen.” Pädagogische Maßnahmen alleine würden nicht genügen, deshalb sei ein Verbot von extrem gewalthaltigen Video- und Computerspielen einzufordern.

Die Zusammenfassung der Veröffentlichung im “Journal of Media Psychology” finden Sie hier .

Pressetext.deutschland titelt nach einem Gespräch mit Prof. Huber, einem der Autoren der Studie, ganz anders: “Generelle Verteufelung von Killerspielen falsch”.

Ein Ergebnis der rund 2 jährigen Studie sei eindeutig gewesen: “Wer viele gewalttätige Computerspiele spielte, wurde auch im realen Leben aggressiver.” Daneben gehört aber auch eine weitere Aussage von Huber: “Wer in einem Elternhaus aufwächst, in dem Gewalt an der Tagesordnung ist, ist für Gewalt in Medien anfälliger.” Die einfache Formel “Computerspiele machen aggressiv” läßt sich also auch aus dieser Studie nicht ableiten.

Neben der schulischen Situation, der individuellen Persönlichkeit und dem Verhältnis zu Gleichaltrigen nehme vor allem die familiäre Situation eine Schlüssselrolle bei der Entwicklung der Jugendlichen ein.

Wichtig die abschließende Forderung von Huber, dass die Eltern wissen sollten, was auf dem Fernseher ihrer Kinder läuft und was sie stundenlang spielen.

Mehr Schreibfreude durch Blogs

Eine US-Umfrage unter Schülern zwischen 12 und 17 Jahren belegt, dass bloggende Teenager mehr schreiben, sowohl online wie auch offline. Auch bei der Wertschätzung des Schreibens als Erfolgsfaktor im weiteren Leben liegen die Blogger deutlich vor den Nichtbloggern.

Wieviele bloggende Teenager gibt es eigentlich in Deutschland? Gibt es Schulen, die aktiv das Bloggen von Schülern fördern? Hat der Philologenverband dazu eine Meinung?

Einige Beispiele bloggender Schüler lassen sich hier finden:

pralinenmonster, Tagebuch eines Schüler-Praktikums, Schulkritik

Sicherheitsregeln für bloggende Schüler gibts hier.

Mit der bloggenden Schule hat sich unter anderem auch die letzte re:publica  befasst.

Nachrichtenticker für Kinder

Blinde Kuh, die Internetsuchmaschine für Kinder, bietet auf ihrer news-Seite einen  Nachrichtenticker von ausgewählten kindgerechten Internetseiten. Verknüpft sínd z.B. wdr5 mit dem lilipuz klicker oder auch news4kids.

Urteil: Sehr empfehlenswert !

Kein Geld für Jamba

Wie heise online berichtet, hat das Amtsgericht Berlin Mitte gegen den Klingeltonanbieter Jamba entschieden. Im vorliegenden Fall hatte eine minderjährige Tochter ein Klingeltonabo ohne Wissen des Vaters dort abgeschlossen. Weder sie noch ihr Vater können zu Zahlungen herangezogen werden. Jamba sei selbst schuld, wenn beim Geschäftsabschluss auf eine Identifizierung des Gegenübers verzichtet würde. Wichtig ist sofort nach Eingang der Mobilfunkrechnung Widerspruch gegen die Jambaabbuchung einzulegen.

In den AGBs von Jamba wird erläutert, wie eine Kündigung schriftlich, per SMS, e-mail oder Hotline möglich ist.