Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V. (FSM) bietet in Kooperation mit der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V. und klicksafe.de das neue Informationsportal „Jugend und Handy“ an.

Das Portal ist gedacht für Eltern, die dort viele Informationen rund um den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Handy bekommen können.

Nach Kurzinfos zu den verschiedenen Funktionen moderner Handys wird auch auf die kritischen Aspekte der Nutzung hingewiesen. So geht die Seite im Bereich „Datentausch und MMS“ auch auf die Themen problematische Inhalte (Gewalt/Pornographie), unerwünschte Kontaktaufnahmen und Cybermobbing ein. Dort sind links zu den verschiedenen Mobilfunkanbietern und ihren jeweiligen Jugendschutzmaßnahmen zu finden, aber auch konkrete Anleitungen für die Konfiguration von Handys (z.B. Bluetooth abschalten).

Insgesamt eine sehr empfehlenswerte, informative Seite.

Auf der Frankfurter Buchmesse ist am vergangenen Freitag der deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI 2008 verliehen worden.

Eine Fachjury hatte aus knapp 80 vorgeschlagenen Spieletiteln eine Vorauswahl von 23 Spielen getroffen, über 900 Mädchen und Jungen kürten dann die Sieger für die Kategorien Computerspiele und Konsolenspiele, sowie den Sonderpreis „Kindergarten & Vorschule“.

Alle Gewinner und die Beurteilungen durch die Kinderjury finden Sie hier.

Am 19.10., dem kommenden Sonntag, befasst sich das rtl2-Format „Welt der Wunder“ mit dem Thema „Computerspiele“ (weitere Infos hier). Im Anschluss an die Sendung bearbeitet eine Expertenrunden im Internet auf wdwip.tv weiter das Thema.

Auch in der folgenden Woche befasst sich wdwip.tv weiter mit demThema „Computerspiele“:

  • Montag: E-Sport – die neue Welle. Sportler tummeln sich bald auch bei Olympia
  • Dienstag: Simulierte Wirklichkeiten. Virtuelle Welten – Die große Chance
  • Mittwoch: e-Learning. Das virtuelle Klassenzimmer
  • Donnerstag: Hardware Spezial. Notebook Case-Modding und mehr
  • Freitag: Star Wars Special. Die Filme, die Spiele und die Technik hinter der Sage

Jeden Tag ab 17.00 Uhr startet der Stream auf wdwip.tv.

via byte42

Peinliche Panne: Wie spiegel-online berichtet, soll der „IT-fitteste Lehrer Deutschlands“ gekürt werden, nur hat sich dieser in der Zwischenzeit vom Schuldienst beurlauben lassen – weil ihm das System zu träge ist.

Als Vorzeigelehrer des Sportgymnasiums Magdeburg ist war Olaf Kleinschmidt vielbeachtet, aber offensichtlich auch innerhalb  seines eigenen Kollegiums ein Einzelkämpfer. Die „digitale Spaltung“, wie im vorletzten Post beschrieben, spaltet also auch die Schule in natives (Schüler) und im besten Fall immigrants (Lehrer); in der Mehrzahl aber eher ignorants.

Auf spiegel-online wird Kleinschmidt zitiert: „Mit moderner IT-Technik ist es nicht anders als mit dem individuellen Lernen; die Schule stellt sich nur sehr langsam darauf ein.“

Siehe hierzu auch Marc Prensky in „Backup Education“ – Too many teachers see education as preparing kids for the past.

Elke Heidenreich kommentiert wütet auf faz.net über die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, das Niveau der Veranstaltung und der deutschen Fernsehkultur im Allgemeinen und insbesondere über den Umgang mit Marcel Reich-Ranicki, der für sein Lebenswerk geehrt werden sollte, die Annahme des Preises aber ablehnte. Ihr Credo : „Man schämt sich, in so einem Sender zu arbeit.“ – Respekt !!

Medienkompetenz kämpferisch.

Siehe auch Tanja Haeusler von Spreeblick an ihrem Bügelbrett (hier).

Michael Gisiger greift in seinem Blog Wortgefecht die Spaltung der Gesellschaft in sogenannte „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“ auf. Gemeint ist die Kluft zwischen den vor 1970 und nach 1980 Geborenen hinsichtlich ihrer IT- und Computernutzung. Nach Moshe Rappoport von IBM Research „…werden erstere Zeit ihres Lebens digitale Immigranten bleiben.“ Der Beitrag ist sehr lesenswert und ich empfehle auch die Kommentare, die substanziell sind.

Have You Seen CNN Lately?

Der CNN-Comic verdeutlicht aber einen Aspekt des Themas, den ich entsprechend meines Blogthemas nocheinmal hervorheben will: diese digitale Spaltung führt nicht nur durch Unternehmen, Konsumentengruppen oder Landschaften, sie führt in aller Regel mitten durch Familien. Da gibt es die natives, die von kleinauf mit allen digitalen Errungenschaften unserer Kultur aufwachsen und vertraut sind. Und es gibt die immigrants, denen die meisten dieser Dinge immer ein wenig fremd und damit auch bedrohlich bleiben. So wie den einen der Umgang mit den heutigen Medien wie eine zweite Haut vertraut ist, so wird den anderen der Umgang immer auch eine Anstrengung sein. Wichtig scheint es, dass die immigrants, sprich die Eltern bereit bleiben oder werden, sich dieser Anstrengung zu stellen, um ihre Erziehungsaufgabe angemessen ausfüllen zu können.

handysektor.de weist auf eine Studie des „Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie“ hin. Die Online-Communities Myspace, facebook, studiVZ, werkenntwen und lokalisten wurden daraufhin genauer angeschaut, wie dort der Schutz der Privatspähre jeweils geregelt ist. Neben diesen Privatplattformen wurden auch die beruflichen Plattformen XING und linkedln untersucht.

Ergebniss: In allen Plattformen wurden erhebliche Mängel des Privatsphärenschutzes gefunden. facebook schloss noch am besten ab, lokalisten bildet das Schlusslicht.

Die „Mängelliste“ ist lang und erheblich:

• zu umfangreiche Pflichtdaten bei der Anmeldung
• kein Unterstützen von Pseudonymen
• fehlendes oder unzureichendes Verschlüsseln des Kommunikationskanals zum PlattformServer
• konzeptionell nicht gewollter Schutz bestimmter privatsphärenrelevanter Daten
• Fehlen von Mechanismen, die den Zugriff auf Datenobjekte gemäß den vom Nutzer gesetzten Regeln erlauben oder verweigern (z.B. für die Suchfunktion oder Fotoverknüpfungen)
• Abruf vertraulicher Multimediadaten außerhalb der Plattform
• schwer auffindbare Abmeldefunktionen oder umständlicher Abmeldeprozess
• unvollständiges Löschen privater Daten nach dem Abmelden an der Plattform
• eigenwilliges Konzept für die Nutzerführung oder Inkonsistenzen bei den PrivatsphäreOptionen

Die Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Eigenschaften der getesteten Plattformen (Quelle: Fraunhofer SIT):

Benedikt Köhler, Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr in München, fasst in seinem Blog „viralmythen“ einen aktuellen Bericht des amerikanischen PEW-Instituts zusammen, in dem über 1000 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zu ihren Computerspielerfahrungen und -gewohnheiten befragt worden waren.

Danach gilt es sich zu verabschieden von gängigen (Vor-)Urteilen zum Thema Computerspiele und ihrer Wirkung auf Jugendliche:

1. Computerspielen ist nur eine Nischenbeschäftigung? Falsch.
2. Computerspielen tun nur die Jungs, während die Mädchen lieber miteinander reden? Falsch.
3. Computerspiel = Ballerspiel? Falsch.
4. Computerspiele machen einsam? Meistens falsch.
5. Computerspiele fördern asoziales Verhalten? Falsch.

Auch die Aussagen der Studie zum Thema „Eltern und Computerspiele“ halten Interessantes bereit:

  • Die Mehrheit der Eltern ist sich durchaus bewußt, dass ihre Kinder Computerspiele spielen.
  • Die meisten Eltern wissen, welche Spiele aktuell von ihren Kindern gespielt werden.
  • Über die Hälfte der Eltern beachten die Altersklassifizierung beim Kauf von Spielen.
  • Eltern von Jungs intervenieren eher beim Thema Computerspiel als Eltern von Mädchen.
  • Nur wenige Eltern spielen mit ihren Kindern Computerspiele.

Frank P. Schulte hält auf seinem Blog „Phaenorealismus“ noch einen interessanten Gedanken zum Thema bereit: Wenn es stimmt, dass 97 % aller Kinder und Jugendlichen Computerspiele spielen, müssen wir uns da nicht Gedanken darüber machen, was mit dem „verhaltensauffälligen“ Rest von 3% los ist ?

handysektor.de weist noch einmal auf eine Broschüre des Verbraucherministeriums Rheinland-Pfalz hin, an dem auch handysektor mitgearbeitet hat (download hier).

Dialer, Pishing, Lockanrufe oder ungewollte Abos – dies ist nur eine kleine Auswahl möglicher Kostenfallen bei Internet und Handy. Die Broschüre geht alle Bereiche durch, beschreibt die Gefahren und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Im Kapitel „Beratungsangebote“ gibt es Adressen für Verbraucherschutz, Schuldnerberatung, Beratung von Eltern, Jugendschutz, Medienkompetenz bis hin zur Kriminalprävention der Polizei.

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) hat mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK) das Projekt „Netz mit Web-Fehlern?“ ins Leben gerufen (weitere Infos auf Mediaculture-online hier).

Ziel des Projektes ist es, Betroffene und Angehörige für das Thema „Computerspielsucht“ zu sensibilisieren und Hilfen bei exzessivier Computernutzung zu bieten. Auftakt ist eine Fachtagung in Frankfurt am 02.10.08 zum Thema „Exzessive Computer- und Internetnutzung: neues Aufgabenfeld der Suchthilfe?“ (Programm hier). Unter anderen berichtet Klaus Wölfling von der Arbeit der Computerspielsuchtambulanz der Uni Mainz.

Später sollen Seminare für Suchtberater zum Thema „Medienkompetenz“ folgen, sowie ein Selbsthilfenetzwerk für Betroffene und ihre Angehörigen analog der Netzwerke z.B. im Bereich der Alkoholabhängigkeit aufgebaut werden.

Bisher führt der Link zum Thema Onlinesucht aber lediglich auf eine unattraktive Suchmaske ohne Inhalt.