Artikel-Schlagworte: „Elternsorgen“

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V. (FSM) bietet in Kooperation mit der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V. und klicksafe.de das neue Informationsportal „Jugend und Handy“ an.

Das Portal ist gedacht für Eltern, die dort viele Informationen rund um den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Handy bekommen können.

Nach Kurzinfos zu den verschiedenen Funktionen moderner Handys wird auch auf die kritischen Aspekte der Nutzung hingewiesen. So geht die Seite im Bereich „Datentausch und MMS“ auch auf die Themen problematische Inhalte (Gewalt/Pornographie), unerwünschte Kontaktaufnahmen und Cybermobbing ein. Dort sind links zu den verschiedenen Mobilfunkanbietern und ihren jeweiligen Jugendschutzmaßnahmen zu finden, aber auch konkrete Anleitungen für die Konfiguration von Handys (z.B. Bluetooth abschalten).

Insgesamt eine sehr empfehlenswerte, informative Seite.

Am 19.10., dem kommenden Sonntag, befasst sich das rtl2-Format „Welt der Wunder“ mit dem Thema „Computerspiele“ (weitere Infos hier). Im Anschluss an die Sendung bearbeitet eine Expertenrunden im Internet auf wdwip.tv weiter das Thema.

Auch in der folgenden Woche befasst sich wdwip.tv weiter mit demThema „Computerspiele“:

  • Montag: E-Sport – die neue Welle. Sportler tummeln sich bald auch bei Olympia
  • Dienstag: Simulierte Wirklichkeiten. Virtuelle Welten – Die große Chance
  • Mittwoch: e-Learning. Das virtuelle Klassenzimmer
  • Donnerstag: Hardware Spezial. Notebook Case-Modding und mehr
  • Freitag: Star Wars Special. Die Filme, die Spiele und die Technik hinter der Sage

Jeden Tag ab 17.00 Uhr startet der Stream auf wdwip.tv.

via byte42

Michael Gisiger greift in seinem Blog Wortgefecht die Spaltung der Gesellschaft in sogenannte „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“ auf. Gemeint ist die Kluft zwischen den vor 1970 und nach 1980 Geborenen hinsichtlich ihrer IT- und Computernutzung. Nach Moshe Rappoport von IBM Research „…werden erstere Zeit ihres Lebens digitale Immigranten bleiben.“ Der Beitrag ist sehr lesenswert und ich empfehle auch die Kommentare, die substanziell sind.

Have You Seen CNN Lately?

Der CNN-Comic verdeutlicht aber einen Aspekt des Themas, den ich entsprechend meines Blogthemas nocheinmal hervorheben will: diese digitale Spaltung führt nicht nur durch Unternehmen, Konsumentengruppen oder Landschaften, sie führt in aller Regel mitten durch Familien. Da gibt es die natives, die von kleinauf mit allen digitalen Errungenschaften unserer Kultur aufwachsen und vertraut sind. Und es gibt die immigrants, denen die meisten dieser Dinge immer ein wenig fremd und damit auch bedrohlich bleiben. So wie den einen der Umgang mit den heutigen Medien wie eine zweite Haut vertraut ist, so wird den anderen der Umgang immer auch eine Anstrengung sein. Wichtig scheint es, dass die immigrants, sprich die Eltern bereit bleiben oder werden, sich dieser Anstrengung zu stellen, um ihre Erziehungsaufgabe angemessen ausfüllen zu können.

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) hat mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK) das Projekt „Netz mit Web-Fehlern?“ ins Leben gerufen (weitere Infos auf Mediaculture-online hier).

Ziel des Projektes ist es, Betroffene und Angehörige für das Thema „Computerspielsucht“ zu sensibilisieren und Hilfen bei exzessivier Computernutzung zu bieten. Auftakt ist eine Fachtagung in Frankfurt am 02.10.08 zum Thema „Exzessive Computer- und Internetnutzung: neues Aufgabenfeld der Suchthilfe?“ (Programm hier). Unter anderen berichtet Klaus Wölfling von der Arbeit der Computerspielsuchtambulanz der Uni Mainz.

Später sollen Seminare für Suchtberater zum Thema „Medienkompetenz“ folgen, sowie ein Selbsthilfenetzwerk für Betroffene und ihre Angehörigen analog der Netzwerke z.B. im Bereich der Alkoholabhängigkeit aufgebaut werden.

Bisher führt der Link zum Thema Onlinesucht aber lediglich auf eine unattraktive Suchmaske ohne Inhalt.

Ich bin Diplom-Pädagoge und arbeite als Erziehungsberater in einer kommunalen Beratungsstelle.

Meine Arbeitsschwerpunkte dort sind:

  • die Beratung von Jugendlichen und ihren Eltern
  • Onlineberatung per Email und Chat.

Ein immer wieder kehrendes Thema in dieser Beratungsarbeit sind Sorgen von Eltern rund um den Medienkonsum ihrer Kinder. Diese Sorgen entstehen in aller Regel dann, wenn die Schulleistungen aus Sicht der Eltern unter dem Medienkonsum leiden oder die Freizeit nur noch vor dem Fernseher oder Rechner stattfindet und Vereinsamung befürchtet wird.

In Bezug auf die Computernutzung sind die Sorgen der Eltern oft gepaart mit großer Unwissenheit darüber, was ihre Kinder da am Rechner so alles treiben. Das dort ein Ego-Shooter gespielt wird, ist den Eltern vielleicht noch klar, wo sich aber ihre Kindern in den Weiten und Möglichkeiten des Internets bewegen wird im besten Fall geahnt, ist in aller Regel aber völlig unbekannt.

Das Expertenwissen im technischen Handling der neuen Medien liegt auf Seiten der Kinder und Jugendlichen, vielen Eltern ist dieser Bereich jedoch sehr fern.

Ausdrücklich spreche ich von Expertenwissen im technischen Handling, denn im Bereich des sozialen Handlings sind nun wieder diese gleichen Kinder und Jugendlichen oft erschreckend unbedarft. Da werden Profile in icq mit Informationen befüllt, die im schlechtesten Fall zu unangenehmen Anfragen führen können. Da werden Fotos auf SchülerVZ veröffentlicht und mit Namen versehen, die für die Betreffenden durchaus peinlich sein können und auch rechtlich eigentlich unzulässig sind.

Folgerichtig hat die Landesmedienanstalt die Initiative „Eltern und Medien“ auf den Weg gebracht und das Grimme-Institut mit der Durchführung der Initiative beauftragt.

Hier werden Referenten qualifiziert, um zu den Themen „frühkindliche Mediennutzung“, „Internet und Handynutzung von Kindern und Jugendlichen“, sowie ab Sommer 2008 „Computer- und Konsolenspiele“ Elternabende an interessierten Schulen in NRW durchzuführen. Ich selber bin zum Thema „Internet und Handy“ für die Initiative als Referent tätig.

In meiner Beratungsarbeit, wie auch in meiner Vortragstätigkeit wird immer wieder ein wichtiger Wirkzusammenhang deutlich: Die Entwicklung von Medienkompetenz bei Kindern Jugendlichen vermittelt auch durch die Medienkompetenz der Eltern setzt voraus, dass diese Eltern willens und auch fähig sind, die entsprechenden Diskussionen und häufig erst einmal notwendigen Reglementierungen gegenüber ihren Kindern zu setzen. Elterliche Medienkompetenz ohne ausreichende Erziehungskompetenz ist bedeutungslos. Der Elternteil, der selber gerne chattet, sich in Communities bewegt und auch gerne mal ein Spielchen am Rechner macht, sich aber nicht in der Lage sieht, mit seinem Kind zu diesem Thema zu reden und ggfls. auch zu streiten, bleibt in seiner Kompetenzvermittlung wirkungslos.

Mit diesem Blog möchte ich den Gedanke des Zusammenhangs zwischen diesen beiden Kompetenzen weiterentwickeln.

Ich werde Informationen zusammentragen zu den Bereichen

  • Computernutzung von Kindern und Jugendlichen
  • Web2.0 Anwendungen, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden
  • Computer- und Konsolenspiele
  • Handynutzung von Kindern und Jugenlichen
  • Ansätze zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern unter dem Aspekt der neuen Medien,

werde diese Informationen kommentieren und freue mich auf eine intensive Diskussion mit dem Leser.