Artikel-Schlagworte: „Mediennutzung“

Michael Gisiger greift in seinem Blog Wortgefecht die Spaltung der Gesellschaft in sogenannte „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“ auf. Gemeint ist die Kluft zwischen den vor 1970 und nach 1980 Geborenen hinsichtlich ihrer IT- und Computernutzung. Nach Moshe Rappoport von IBM Research „…werden erstere Zeit ihres Lebens digitale Immigranten bleiben.“ Der Beitrag ist sehr lesenswert und ich empfehle auch die Kommentare, die substanziell sind.

Have You Seen CNN Lately?

Der CNN-Comic verdeutlicht aber einen Aspekt des Themas, den ich entsprechend meines Blogthemas nocheinmal hervorheben will: diese digitale Spaltung führt nicht nur durch Unternehmen, Konsumentengruppen oder Landschaften, sie führt in aller Regel mitten durch Familien. Da gibt es die natives, die von kleinauf mit allen digitalen Errungenschaften unserer Kultur aufwachsen und vertraut sind. Und es gibt die immigrants, denen die meisten dieser Dinge immer ein wenig fremd und damit auch bedrohlich bleiben. So wie den einen der Umgang mit den heutigen Medien wie eine zweite Haut vertraut ist, so wird den anderen der Umgang immer auch eine Anstrengung sein. Wichtig scheint es, dass die immigrants, sprich die Eltern bereit bleiben oder werden, sich dieser Anstrengung zu stellen, um ihre Erziehungsaufgabe angemessen ausfüllen zu können.

Unter dem Titel „Verspielte Kindheit – Im Sog virtueller Welten“ widmete der Fernsehsender Arte am 03.06.08 einen Abend dem Thema „Computerspiele“. Nähere Infos hier.

Gezeigt wurden der Dokumentarfilm „Spielzone“ von Heide Breitfeld, der sich mit dem Thema Computerspielsucht befasst, sowie die Dokumentation „Stark fürs Leben“ von Lilly Grote, die sich mit den medialen Verlockungen beschäftigt, denen Kindern fortwährend ausgesetzt sind. In dem Film kommen hauptsächlich Kinder und Jugendliche selbst zu Wort.

Wer, wie ich selber, den Themenabend verpasst hat, kann dies nun nachholen: Am 20.06.08 wiederholt Arte beide Beiträge ab 9.55 Uhr.