Artikel-Schlagworte: „SchülerVZ“

SchuelerVZ, StudiVZ, Myspace, Facebook – auf allen sogenannten „social-network-sides“ wimmelt es von privaten Fotos, aufgenommen im Urlaub oder auf der letzten Party. In Profilen werden persönlichste Dinge veröffentlicht, im Blog Liebeskummer geteilt.

CareerBuilder.com hat eine Umfrage unter Personalchefs durchgeführt, inwieweit auch die Möglichkeiten des Internets genutzt werden, um Informationen über zukünftige Fachkräfte einzuholen (winfuture.de berichtet).

22 Prozent geben an, Bewerber regelhaft anhand ihrer vorhandenen Profile zu checken, 9 Prozent wollen dies zukünftig tun.

34 Prozent der Personalchefs wollen Bewerber schon auf Grund solcher Informationen ausgeschlossen haben.

Bilder können schwierige Geschichten erzählen und übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum dokumentieren, aber auch Ausdrucksweise und Rechtschreibfehler können eine Bewerbung diskreditieren.

Ungewollt und unbedacht kann so die eigene Reputation beschädigt werden.

Nicht nur Freunde und Bekannte haben Interesse an den eigenen Aktivitäten, sondern auch zukünftige Arbeitgeber.

Das Goethe-Institut veröffentlicht auf seiner Internetseite ein Interview mit Professor Michael Kerres, dem Leiter des „Duisburg Learning Lab“ an der Universität Diusburg-Essen.

„Serious Games“ versuchen Lernen und Spielen am Computer zu verbinden. Die cebit 2007 beschäftigte sich in einer ganztägigen Veranstaltung mit dem Thema (siehe hier).

Bisher fehlen überzeugende Konzepte: Das Lernen ist zu vordergründig, der Spielspaß und damit die Motivation bleibt zu schnell auf der Strecke. Der technische Standard und die Grafik wirkt in der Regel vorsinnflutlich.

Kerres favorisiert internetbasierte Lernspielplattformen wie scoyo.de oder studybuddy.de, die ergänzend noch das Lernen im Netzwerk fördern sollen über Kommunikationsforen. Zu Recht stellt er die Frage, ob sich solche Foren dann gegen SchuelerVZ und andere Plattformen durchsetzen können.

Jo Bager von der Computerzeitschrift c’t geht in seinem Artikel „Dabei sein ist alles“ aus Heft 5/2008 auf das Phänomen SchülerVZ ein.

So sehr SchülerVZ Alltag für seine 2,7 Millionen Mitglieder ist, so mysteriös erscheint es Eltern und Lehrern: wo liegt der Reiz dieser sogenannten „social-network-side“ und wo liegen eventuell Gefahren.

Der Artikel gewährt eine Innenansicht, die ansonsten Erwachsenen nicht möglich ist, da eine Anmeldung bei SchülerVZ nur auf Einladung hin möglich ist.

Zu den Risiken rund um das Thema der Veröffentlichung privater Daten kommt der Medienpädagoge Markus Gerstmann vom Bremer ServiceBureau Jugendinformation zu Wort.